Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall betrifft fast ausschließlich Männer. Im Extremfall tritt diese Form des Haarausfalls bereits im Teenager-Alter auf. Der medizinische Fachbegriff ist Alopecia Androgenetica. Im Allgemeinen bezeichnet dieser Begriff eine Überempfindlichkeit der Kopfhaut auf das Steroidhormon Dihydrotestosteron (DHT).

 Durch diese Überempfindlichkeit ist die Wachstumsphase des Haares extrem verkürzt. Aus diesem Grund bedeutet erblich bedingter Haarausfall entgegen der landläufigen Meinung auch nicht, dass ein Mann mit geringem oder gar keinem Haupthaar weniger Haarwurzeln hat, als ein Mann mit vollem Haar.

Die Kopfhaut am unteren Hinterkopf, im Nacken und im Bereich der Ohren ist von der Empfindlichkeit auf DHT in den allermeisten Fällen nicht betroffen. Deswegen entsteht bei betroffenen Männern ein Haarkranz.

Erblich bedingter Haarausfall beginnt im Regelfall im Bereich der Stirn und an den Schläfen. Es entstehen die so genannten Geheimratsecken.

Fortgeschrittener erblich bedingter Haarausfall zeichnet sich durch die Ausbildung einer Tonsur (Haarausfall im Bereich des oberen Hinterkopfes) aus. Im abgeschlossenen Stadium ist der Betroffene von der Stirn bis zum oberen Teil des Hinterkopfes kahl und es bleibt nur der besagte Haarkranz.

Von Alopecia Androgenetica sind 60 bis 80 % der Männer in Europa in unterschiedlichen Ausprägungen betroffen. Erblich bedingter Haarausfall gilt deswegen nicht als Krankheit. Gleichwohl stehen Medikamente zur Bekämpfung des genetischen Haarausfalls zur Verfügung.
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